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Kirby (jap. カービィ Kābī) ist der Protagonist der gleichnamigen Jump'n'Run-Spielserie von Nintendo. Für die Entwicklung ist das Nintendostudio HAL Laboratory verantwortlich. Vor allem in Japan gehört Kirby zu den bekanntesten Entwicklungen von Nintendo. Die Spielfigur taucht nur in Videospielen für Nintendospielkonsolen auf. Die Spiele wurden unter anderem als Manga- und Animeserie adaptiert.

Bei Kirby handelt es sich um einen kleinen, ballförmigen und rosafarbenen (im Westen zunächst weißen) Bewohner des ebenfalls fiktiven Planeten Pop Star, der unter anderem durch die enorme Elastizität seines Körpers über besondere Eigenschaften verfügt. Seine markanteste Fähigkeit ist es, Gegner und andere Dinge einzusaugen und so eventuell auch die Fähigkeiten der Gegner zu kopieren.

Masahiro Sakurai gilt als Schöpfer von Kirby.[1]

Geschichte Bearbeiten

Im Folgenden werden Werdegang, die Spielprinzipien und grundlegender Inhalt der Kirbyserie beschrieben. Die Entwicklung wird vor allem anhand der Jump’n’Run-Spiele näher erläutert, während zu Spielen anderer Genres auf Einzelartikel verwiesen wird.

Allgemeines Bearbeiten

Seinen ersten Auftritt hatte Kirby in dem Game-Boy-Spiel Kirby’s Dream Land. Während die Entwicklung der Spielfigur vor allem innerhalb der Jump’n’Run-Spiele voranschritt, so zeichnet sich die Kirbyreihe auch dadurch aus, dass sie aus Spielen sehr unterschiedlicher Genres besteht, wobei bekannte Genres oft mit typischen Kirbyelementen verbunden werden. Auch die leichte Zugänglichkeit ist ein Grund für den Erfolg.

Symbolisierte Darstellung des Gameplays: Kirby (links, stilisiert) schluckt einen Feind und erhält dadurch dessen Schwert.

In den meisten Spielen muss der Spieler den rosafarbenen Kirby durch verschiedene Levels steuern, an deren Ende es in vielen Fällen einen Endgegner (Boss) zu bezwingen gilt. Ein zentrales Spielelement stellt dabei häufig Kirbys Fähigkeit dar, Dinge einzusaugen und auszuspucken, beispielsweise um Gegner zu bekämpfen. In vielen Spielen kann Kirby auch durch das Verschlucken (oder Besiegen) bestimmter Gegner deren Fähigkeiten kopieren. Verschluckt Kirby beispielsweise ein Steinwesen, kann sich Kirby selbst in einen Steinblock verwandeln und so Gegner „plätten“. Durch Verschlucken eines Feuergegners dagegen kann Kirby Feuer speien oder als lebendiger Feuerball durch die Gegend zischen. Kirby kann aber auch Luft einatmen, um sich - ähnlich einem Ballon - aufzublähen und so durch Auf- und Abschlagen der Arme fliegen zu können. Die Luft, die Kirby ausstößt, um wieder seine normale Größe zu erlangen, kann ebenfalls als Geschoss gegen zumeist schwächere Gegner eingesetzt werden.

Vor allem Kirbyspiele, die nicht in das Genre der Jump ’n’ Runs einzuordnen sind, greifen auch auf sehr spezielle Bewegungsmöglichkeiten zurück. So wird Kirby in Kirby’s Pinball Land wie eine Flipperkugel gehandhabt, in Kirby’s Dream Course wird er wie ein Golfball von einem Punkt zum anderen geschlagen. In Kirby Tilt ’n’ Tumble erfolgt die Steuerung gar durch die gezielte Bewegung der Spielkonsole.

Zu Kirby wurde eine umfangreiche Merchandisingpalette vermarktet, allerdings größtenteils nur in Japan.

Entstehung Bearbeiten

Masahiro Sakurai gilt als Erfinder Kirbys, den er im Alter von nur 19 Jahren erschuf. Ursprünglich sollte es Kirby jedoch gar nicht in der heutigen Form geben. Als Nintendos First-Party-Studio HAL Laboratory, Inc. den Auftrag für ein neues Game-Boy-Spiel erhielt, wurde für den späteren geplanten Spielhelden ein Platzhalter erstellt. Bei diesem handelte es sich um Kirby, welcher zu dieser Zeit noch Popopo (ポポポ) genannt wurde. Jedoch gewann diese Figur eine so große Sympathie unter den Entwicklern, dass sie letztendlich erhalten blieb. Während der Entwicklung wurde sie außerdem in Kirby umbenannt. Streitigkeiten gab es jedoch bezüglich der Farbe Kirbys. Während Masahiro Sakurai Rosa bevorzugte, kam für Shigeru Miyamoto Gelb in Betracht.[3] Schließlich konnte sich Rosa durchsetzen. Diese Uneinigkeit sorgte aber für Verwirrung bei Nintendos nordamerikanischer Zweigstelle (Nintendo of America, Inc.), so dass Kirby auf dem Cover des fertigen Spieles Kirby’s Dream Land in Nordamerika und auch in Europa einfach in Weiß gehalten war, selbst in der diese Regionen betreffenden Fernsehwerbung, in der ein komplett weißer Zeichentrick-Kirby zu sehen ist.[4] In Japan dagegen, wo das Spiel als Hoshi no Kirby bekannt ist, wurde Kirby auf dem Cover von Anfang an rosa dargestellt. Kirby’s Dream Land sollte ein auch für Anfänger geeignetes Spiel werden. Diese Grundidee wurde in allen nachfolgenden Kirbyspielen weitergeführt.

Außer an Kirby’s Dream Land wirkte Masahiro Sakurai auch an Kirby’s Adventure, Kirby’s Pinball Land, Kirby’s Fun Pak, Kirby: Schatten bedrohen Traumland und Kirby Air Ride als Director mit.[5]