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Animal Crossing (jap. どうぶつの森, Dōbutsu no Mori, dt. „Wald der Tiere“) ist eine beliebte Videospielreihe von Nintendo. Das Simulationsspiel spielt sich in einer Fabelwelt ab. Animal-Crossing-Serienableger erschienen in Deutschland für den Nintendo GameCube, den Nintendo DS, die Nintendo Wii und für den Nintendo 3DS. Besonders in Japan gehört Animal Crossing zu den populärsten Spielereihen überhaupt. Der Ableger für den Nintendo DS – Animal Crossing: Wild World – ist mit weltweit knapp 12 Millionen Einheiten der bisher erfolgreichste Teil der Serie.[1]

Schöpfer der Reihe ist Katsuya Eguchi.[2]

Spiele Bearbeiten

Der erste Teil erschien unter dem Namen Dōbutsu no Mori (どうぶつの森) für das Nintendo 64 am 14. April 2001 in Japan, schaffte aber nicht den Weg in den Westen. Am 14. Dezember 2001 erschien das Spiel als Dōbutsu no Mori+ (どうぶつの森+) für den Nintendo GameCube. Hierbei handelt es sich um eine mit dem Originalspiel auf dem Nintendo 64 fast inhaltlich identische Version, die aber technisch vor allem durch den Einsatz diverser Grafikfilter aufgewertet wurde.

Am 15. September 2002 erschien das Spiel als Animal Crossing in den USA. Diese Veröffentlichung wurde um die Kompatibilität mit dem Nintendo e-Reader erweitert. Dadurch ist es möglich, über eine Linkverbindung mit dem Game Boy Advance einen Punktecode ähnlich einem Strichcode auf speziellen Animal-Crossing-Sammelkarten einzulesen, um dadurch im Spiel Gegenstände zu erhalten. In Japan veröffentlichte Nintendo diese inhaltlich erweitere Version unter dem Namen Dōbutsu no Mori e+ (どうぶつの森e+). Da der Nintendo e-Reader nur in Japan und den USA veröffentlicht wurde, hat man diese Funktion aus der europäischen Veröffentlichung wieder entfernt. In Europa ist Animal Crossing erstmals am 24. September 2004 für den Nintendo GameCube erschienen.

Am 31. März 2006 erschien in Europa Animal Crossing: Wild World für den Nintendo DS. Dieser Teil der Serie bot erstmals die Möglichkeit, Online zu spielen und wurde in Details geändert und erweitert. Das Grundprinzip blieb unverändert. Für Nintendo Wii erschien am 5. Dezember 2008 Animal Crossing: Let's Go to the City in Europa. Die Spielwelt wird in die gewohnte Ortschaft und eine Großstadt unterteilt, in der sich das Geschäftsleben abspielt.

2010 kündigte Nintendo zudem eine neue Version von Animal Crossing für die Nintendo-Mobilkonsole Nintendo 3DS an. In Europa erschien das Spiel, Animal Crossing: New Leaf, am 14. Juni 2013.

Inhalt Bearbeiten

Der Spieler übernimmt die Kontrolle über einen Menschen, der in ein von sprechenden Tieren bewohntes Dorf zieht. Dort besteht die Aufgabe erst einmal darin, ein Häuschen, das man vom örtlichen Ladenbesitzer Tom Nook zur Verfügung gestellt bekommt, abzubezahlen. Geld verdient man z. B. indem man für die anderen Dorfbewohner kleinere Jobs übernimmt (meistens Dinge von A nach B bringen) oder durch den Verkauf von geangelten Fischen, gefangenen Insekten, ausgebuddelten Fossilien und Früchten (Pfirsich, Apfel, Kirsche, Orange, Birne und Kokosnuss). Hat man das Haus abgezahlt, lässt es sich vergrößern. Das ist auch nötig, denn nach und nach erhält man immer mehr Gegenstände, mit denen man die eigene Wohnung einrichten und dekorieren kann. Außerdem gibt es in dem Dorf die Schneiderschwestern Tina und Sina, bei denen man neue Kleidung sowie Accessoires für die Figur kaufen kann.

Eine Besonderheit von Animal Crossing ist, dass es in Echtzeit abläuft. Das Spiel richtet sich nach der eingestellten Systemzeit der entsprechenden Konsole. Die Stunden, Tage und Jahre vergehen genau wie im richtigen Leben, 24 virtuelle Stunden entsprechen dabei 24 realen Stunden. Die Zeit, die man nicht spielt, also in Animal Crossing „abwesend“ ist, vergeht im Spiel trotzdem. Auch sind viele Dinge im Spiel tages-, monats- oder jahreszeitabhängig. So finden Feste nur an bestimmten Tagen statt oder lassen sich diverse Fisch- und Insektenarten nur in bestimmten Monaten beobachten und fangen.

Weiterhin verzichtet Animal Crossing auf klassische Spielelemente, so gibt es weder eine fortlaufende Handlung, noch konkrete Missionen oder Aufgaben. Ein festes, erreichbares Spielende existiert ebenso wenig. Im Mittelpunkt des Spieles stehen somit das Item-Sammelprinzip und die Interaktion mit den NSCs.

Die virtuelle Spielwelt soll dabei sehr lebensecht präsentiert werden, indem man mit Umwelt und Tieren interagieren, verschiedenen Beschäftigungen nachgehen oder diverse im Spiel stattfindenden Feste und Feiertage begehen kann. Außerdem gibt es verschiedene Witterungen: Es kann regnen, schneien, die Sonne scheinen, neblig sein oder gewittern.

Der Spieler hat nebenbei auch die Möglichkeit „durch die Zeit zu reisen“. Dafür muss man einfach nur die Konsolenuhr verstellen. Zeitreisen sind aber nicht wirklich positiv, da möglicherweise, durch einen Sprung in die Zukunft Bewohner wegziehen, oder Früchte faulen. Außerdem kann man dann bei Sigrid, der Rübenverkäuferin, einige Zeit keine Rotrüben kaufen. Es gibt jedoch durch das Verstellen der Zeit auf dem Dachboden die Möglichkeit, den Ausbau von Nooks Laden noch am selben Tag zu beenden, d. h. man kann einen Tag vorher den ausgebauten Laden besuchen.